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Hunde aus Massenzuchten

Liebe Leute,

mein Name ist LEO. Ich bin ein fast zehn Monate alter Mopsrüde, der aus einer tschechischen Massenzucht stammt. Die Geschichte meiner spanischen Kollegen berührt mich sehr.

Ich habe Glück gehabt, denn nachdem ich mit nur 6 Wochen „billiger, weil ohne Papiere“ an einen jungen Mann verkauft wurde, der von meinen Bedürfnissen leider überhaupt keine Ahnung hatte und durch meinen „Züchter“ auch überhaupt nicht aufgeklärt wurde, wurde ich vor ein paar Wochen wieder „abgegeben“ und bin nun in eine liebe hundeerfahrene Familie gekommen, die mir jetzt hilft ein „normaler, lustiger Mops“ zu werden.
Damit meine spanischen Freunde nun auch ein so tolles Zuhause finden können, möchte ich euch bitten euch folgendes zu überlegen:

Wir haben in der so wichtigen Prägephase nie den Menschen als Partner kennengelernt

ausser vielleicht mal zum füttern und saubermachen, sofern dies überhaupt mal geschehen ist. Es gibt bei uns Welpen eine sensible „Phase der Angst“. Verantwortungsbewusste Züchter achten darauf, dass wir während dieser Zeit keinen Stress haben. Aber bei uns hat da niemand drauf geachtet. Seit also bitte darauf gefasst, dass wir später mal keine kleinen Helden werden und unsere Unsicherheit manchmal in Dauergebell und keifen verstecken wollen. Bitte helft uns dann mit dem Besuch einer wirklich guten Welpenspielstunde und später dann einer Hundeschule diese Lücke so gut es geht zu schließen. Wenn ihr unsere Situation erklärt dürfen wir ganz sicher noch mal von vorne anfangen und in der Welpenspielstunde bei den ganz Kleinen dabei sein, auch wenn wir eigentlich schon zu alt dafür sind.

Ja wir sind Rassehunde – aber um welchen Preis

Die meisten von uns gehören einer sogenannten „Modehund-Rasse“ an. Rassen die eigentlich im Moment sehr beliebt sind, weil sie so gute Eigenschaften haben, wie Gutmütigkeit oder Familienfreundlichkeit. Leider wurde bei uns nicht mehr darauf geachtet die guten Eigenheiten der Rasse weiterzuvererben, sondern bei uns ging es nur noch um eine schnelle Vemehrung. Unsere Elterntiere sind keine, durch Richter geprüfte, Bestvererber, sondern konnten von unserem „Züchter“ billig erworben werden, eben weil sie nicht die „Besten“ waren.

Unser Mütter mussten einen Wurf nach dem anderen aufziehen und konnten uns, vollkommen gestresst, leider nicht viel Sicherheit mitgeben.

Bitte bedenkt, dass die rassetypischen „Probleme“ bei uns um ein vielfacher verstärkt sein können. Hunderassen, die sowieso schon Atemprobleme wegen einer zu kurzen Nase haben, sind nun oft schon von klein an schweratmenden „Schnarcher“, und quirlige Rassen können nun eine verstärkte Nervosität aufweisen. Vielleicht werden wir auch nie die rassetypische Lebenserwartung erreichen.

Wir sind keine „billigen“ Rassehunde

Zwar wurden wir dazu gezüchtet den Markt nach den gefragten Rassen möglich „Billig“ zu sättigen. Und das Ganze noch mit so geringem Aufwand und Gewinnschmälung wie möglich – aber wenn wir jetzt glücklicherweise bei euch ein Zuhause bekommen ohne das Geld, dass ein Welpe unserer Rasse einbringen würde, zu „kosten“, so bedenkt bitte, dass wir vielleicht noch einiges an Versorgung beim Tierarzt brauchen werden. Die so wichtige Grundlage mit gutem Futter und Mineralstoffen wurde bei und nie ernst genommen. Deshalb haben wir oft noch sehr weiche Knochen, Verformungen an den Pfoten, „schiefe Beine“ oder spätere Hautprobleme.

Bitte bedenkt, dass wir am Ende bestimmt genauso viel Geld verbraucht haben werden, als wenn ihr einen „normalen“Welpen beim Züchter gekauft hättet.

Gerade deshalb finden wir es besondert toll, dass ihr uns eine Chance gebt.

Wir brauchen dringend Eure Hilfe.

Aber wenn ihr uns nur aus Mitleid zu euch holt, wird alles nur noch schlimmer für uns. Viele liebe Pflegefamilien werden versuchen uns so gut es geht auf unser neues Leben vorzubereiten. Aber die weiteren Schritte „far from fear“ möchten wir mit euch gemeinsam gehen, als Mitglied euerer Familie.

Wir werden - mit Eurer Hilfe - auch unseren Müttern und Vätern helfen

Wenn Far from Fear uns als Welpen übernimmt, dann wird die Auswahl der Adoptiveltern ganz besonders sorgsam erfolgen und die übliche Schutzgebühr wird um 100 EUR höher sein als sonst.
Nicht, weil Far from Fear was verdienen möchte, sondern damit die 100 EUR direkt nach Madrid gehen können, um unsere Mütter und Väter, die sicher nicht so begehrt sind wie wir, zu versorgen.
Viele unserer Mamas sind schwer krank. Ausgezehrt und verschlissen durch ununterbrochene Geburten. Sie sind auch psychisch oftmals einfach fertig und müssen aufgepäppelt werden. Wir, die Jungen, werden dafür sorgen, dass sie Alles bekommen was sie brauchen.

Einer für Alle, Alle für Einen

Wir waren gemeinsam in der Hölle und die, die als Erste den Schritt in ein ganz neues Leben beginnen dürfen, werden die, die noch Zeit brauchen, nicht im Stich lassen.

Und alle Pflegestellen und Adoptiveltern von Far from Fear werden auch nicht im Stich gelassen und 200%ig betreut werden !

Nur gemeinsam können wir die Wunden heilen, die so Vielen von uns geschlagen wurden und dafür werden wir unsere ganze Kraft und Erfahrung einsetzen !

DANKE !